Informationen für Professionelle
Professionelle kommen in sehr unterschiedlichen Kontexten und mit sehr
unterschiedlichen Handlungsaufträgen mit gewaltbelasteten
Kindern/Jugendlichen bzw. deren Bezugssystemen in Kontakt.
In der Arbeit mit gewaltbelasteten Familien gilt, daß Hilfestellung durch eine
Einzelperson bzw. durch eine einzelne Institution in der Regel der Komplexität des
Geschehens und den Anforderungen an adäquate Hilfe im Sinne der
Betroffenen nicht gerecht werden kann.
Somit sind Vernetzung und Zusammenarbeit wichtige Faktoren
professionellen Handelns.
Vor allem im Kindergarten- und Schulbereich geht es darum, (verdeckte)
Signale von Kindern und Jugendlichen wahrzunehmen, adäquat darauf zu
reagieren und in der Folge für entsprechende Weiterleitung zu sorgen.
SozialarbeiterInnen der Jugendwohlfahrt, MitarbeiterInnen von
Kinderschutzzentren,... sind neben der Arbeit mit Betroffenen und dem
gesamten System auch für konkrete Schutzmaßnahmen und soziale
Kontrolle zuständig.
MitarbeiterInnen von Beratungsstellen, PsychotherapeutInnen,... haben die
Aufgabe, beratend oder psychotherapeutisch mit Opfern und mit TäterInnen
zu arbeiten, wobei es auch in diesem Kontext unabdingbar ist, Gewalt zu
erkennen, zu benennen und dagegen Stellung zu beziehen.
Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass in der Auseinandersetzung
mit dem Thema familiäre Gewalt neben dem Wissen über Fakten und
Theorien auch die Reflexion der eigenen Lebensgeschichte und der
individuellen Werthaltungen notwendig ist.
Diese Form der Auseinandersetzung ist ein Teil unserer Fortbildungsangebote.
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